Baukosten Konzepte

Das Stadtblick Zinshaus-Konzept


Architekt Stefan Scholz über das Stadtblick Zinshaus-Konzept

Wir möchten in 2026 nachweisen, dass 3.000€/qm Mietfläche mit guter Zinshaus-Architektur realisierbar sind. Das Ziel ist, bis Ende der Jahres ein erstes Mehrfamilienhaus nach unserem Zinshaus-Konzept umzusetzen.

Architekt Stefan Scholz
Stefan Scholz, Architekt Hamburg

Unser Zinshaus Masterplan 2026

Stellen Sie sich vor, Sie möchten nicht einfach nur bauen, sondern ein Mehrfamilienhaus schaffen, das über Jahrzehnte hinweg stabile Erträge erwirtschaftet. Kein kurzfristiges Verkaufsobjekt, keine spekulative Projektentwicklung, sondern ein Mehrfamilienhaus, das langfristig vermietet und im besten Fall an die nächste Generation weitergegeben wird. Genau hier setzt das Stadtblick Zinshaus-Konzept an.

Mit dem Stadtblick Zinshaus-Konzept entsteht mehr als ein einzelnes Gebäude. Derzeit befindet sich das Projekt in der Entwicklungsphase, mit dem Ziel, ein System Zinshaus zu schaffen, das bundesweit schlüsselfertig realisierbar und mehrfach umsetzbar ist.

Im Mittelpunkt steht bewusst kein Einfamilienhaus zur Eigennutzung und keine Eigentumswohnung mit Verkaufsabsicht, sondern ein nachhaltig konzipiertes Mehrfamilienhaus, das auf dauerhafte Vermietung ausgelegt ist. Dabei geht es nicht nur um Architektur, sondern im Schwerpunkt um die Disziplinen Bauökonomie und Finanzierung.

Die Idee dahinter ist klar: ein robustes, wirtschaftlich tragfähiges und zugleich architektonisch anspruchsvolles Zinshaus zu entwickeln, das sich multiplizieren lässt, ohne an Qualität zu verlieren. Es soll nicht nur in hochpreisigen Metropolen funktionieren, sondern auch in Städten mit moderatem Mietniveau Bestand haben. Damit wird das Gebäude selbst zu einem strategischen Baustein langfristiger Vermögensbildung: als verlässliche Altersvorsorge für die ganze Familie.


Wirtschaftlichkeit als Planungsgrundlage

Im Zentrum des Konzepts steht die Frage, wie ein Zinshaus so geplant werden kann, dass es auch in weniger angespannten Mietmärkten wirtschaftlich funktioniert. Während Standorte wie Hamburg oder Berlin hohe Mieten ermöglichen, muss ein übertragbares Modell auch an Standorten mit moderaten Mietniveaus tragfähig sein.

Ein Richtwert von rund 3.000 Euro Herstellungskosten pro Quadratmeter Mietfläche bildet dabei die Grundlage der Kalkulation. Voraussetzung ist eine Vermietung um etwa 12,50 Euro (Kaltmiete) pro Quadratmeter. Bei bereits vorhandenen Grundstücken lässt sich dieses Verhältnis besonders gut darstellen; bei neu zu erwerbenden Grundstücken sind entsprechend des Grundstückspreises höhere Mieten erforderlich.

Die Zielkostenplanung orientiert sich an einer systematischen Aufschlüsselung der einzelnen Positionen: von der Grundstückserschließung über Rohbau und Ausbau bis hin zu technischen Anlagen und Nebenkosten (siehe Grafik). Auf Basis dieser Kalkulation werden wir frühzeitig 

Maßnahmen zur Kostenoptimierung ableiten und eine optimale Lösung erarbeiten. So entsteht eine belastbare technische Basis, auf der das Zinshaus-Konzept zuverlässig umgesetzt werden kann.

KostengruppeBezeichnungKalkulationsansatzEuro Brutto Mittelwert Deutschland
KG 100Grundstückohne
KG 200Vorbereitung und Erschließungohne
KG 300Gebäude Baukonstruktionkomplett825.000 €
KG 400Gebäude technische Anlagenkomplettinkl. in KG 300
KG 500Außenanlagenteilweise enthalten50.000 €
KG 600Ausstattungohne
KG 700Baunebenkostenteilweise enthalten25.000 €
KG 800Finanzierungohne
Summe900.000 €
umgerechnet auf qm3003.000 €
Tabelle 1: Zielkostenplanung mit eigenem Grundstück

Entscheidend ist jedoch nicht allein der Baupreis. Ebenso relevant sind Grundrissgestaltung, Wohnungsgrößen, Fördermöglichkeiten sowie die langfristige steuerliche Betrachtung.

Ein Zinshaus, das auf Vermietung ausgelegt ist, folgt anderen planerischen Anforderungen als Eigentumswohnungen mit Verkaufsabsicht. Nachhaltige Vermietbarkeit, effiziente Flächennutzung und langlebige Materialien stehen im Vordergrund.


Der Prototyp: kompakt, skalierbar, förderfähig

In 2026 wird das Konzept erstmalig als Prototyp umgesetzt: Das Stadtblick Zinshaus ist bewusst als zweigeschossiges Mehrfamilienhaus in Holzrahmenbauweise konzipiert, im Prinzip als Doppelhaus mit vier Wohneinheiten. Die Entscheidung für diese Struktur folgt einem klaren konzeptionellen Ansatz. 

Die langjährige Erfahrung von Stadtblick Architekten zeigt, dass sich nachhaltige Standards wie das Qualitätssiegel Nachhaltiges Gebäude (QNG) sowie die Förderanforderungen der KfW in kleiner Holzbauweise häufig effizienter erreichen lassen. Förderfähige Gebäudequalität wird damit von Beginn an mitgedacht, ist integraler Bestandteil des Konzepts und nicht eine erst nachträgliche Ergänzung im Planungsprozess.

Gleichzeitig ist die gewählte Struktur auch brandschutzrechtlich sinnvoll. Als Gebäude der Gebäudeklasse 2 unterliegt das Zinshaus geringeren brandschutzrechtlichen Anforderungen als größere Gebäude. Das Gebäude ist in Holzbauweise dadurch günstig baubar, vergleichbar mit einem gewöhnlichen Doppelhaus. Es reduziert den planerischen Aufwand, insbesondere im Hinblick auf Nachweise und Detailausbildungen, und wirkt sich positiv auf die Baukosten im Vergleich zu höheren Gebäudeklassen aus.

Über diese regulatorischen Vorteile hinaus bietet die Holzrahmenbauweise konstruktive und wirtschaftliche Qualitäten. Bauteile können vorgefertigt und standortunabhängig umgesetzt werden, was eine gleichbleibend hohe Ausführungsqualität und verkürzte Bauzeiten ermöglicht.

Viele ausführende Unternehmen verfügen über entsprechende Erfahrung, sodass die Realisierung im Rahmen eines schlüsselfertigen GU-Auftrages strukturiert und effizient erfolgen kann. Wir arbeiten hier mit führenden Holzhaus-Anbietern zusammen, um die Konstruktionsweise optimal zu gestalten.

Ein wesentlicher Bestandteil des Stadtblick Zinshaus-Konzepts ist zudem die Systematisierung des Prototyps. Planungsleistungen, Detailausbildungen und erforderliche Nachweise werden nicht bei jedem Projekt neu entwickelt, sondern systematisch weiterverwendet. Diese Vor- und Mehrfachplanung reduziert den Aufwand erheblich, schont Ressourcen und erhöht die Kostensicherheit. Mit jeder weiteren Umsetzung verstärken sich diese Effekte. Wiederkehrende Abläufe, erprobte Details und klar definierte Standards führen zu belastbaren Kalkulationen und stabilen Preisen. Die Mehrfachverwendung des planerischen Fundaments trägt wesentlich zur langfristigen Kostenstabilität bei und durch Multiplikation des Systems werden maximal effektive Preise generiert.

Trotz aller Vorteile verlangt der Baustoff Holz eine präzise technische Durcharbeitung. Gerade deshalb ist die bewusste Entscheidung für eine niedrige Gebäudeklasse ein zentraler Bestandteil der Gesamtstrategie und ermöglicht es, die Potenziale der Holzbauweise wirtschaftlich und trotzdem regelkonform auszuschöpfen.


Architektur mit langfristigem Anspruch

Für die wirtschaftlichen Überlegungen steht für Stadtblick Architekten fest: Ein Zinshaus darf nicht allein auf Kostenoptimierung reduziert werden. Wirtschaftlichkeit und architektonische Qualität sind kein Widerspruch, sondern bedingen einander.

Für Stadtblick Architekten ist es ein Anliegen, ein Gleichgewicht zwischen Ökonomie und Architektur zu schaffen.

Das Ziel ist nicht, ein möglichst günstiges Zinshaus zu bauen, sondern ein langlebiges Objekt, das sowohl baulich als auch gestalterisch über Jahrzehnte hinweg Bestand hat. Ein Gebäude, das auch in 30 oder 50 Jahren noch zeitgemäß wirkt. Eine klare, zurückhaltende Gestaltung, langlebige Materialien und durchdachte Proportionen sichern nicht nur die ästhetische Qualität, sondern auch die langfristige Vermietbarkeit. Die Wahl einer Holzfassade unterstreicht den nachhaltigen Anspruch und verleiht dem Prototypen eine eigenständige, wertige Identität.


Energie neu gedacht: die PV-Energie-Flatrate

Ein weiterer Baustein, der optional und projektbezogen geprüft werden sollte, ist die sogenannte PV-Energie-Flatrate. Hierbei erfolgt die Energie- und Warmwasserversorgung primär über Photovoltaikanlagen, ergänzt durch Strom bei Bedarf. Ziel ist es, Betriebskosten kalkulierbarer zu machen und die Energieeffizienz des Gebäudes weiter zu steigern. Dabei erhält der Mieter nicht nur die Heizung und das Warmwasser als Pauschale, sondern auch den Haushaltsstrom und im Sommer die Ladung für das Elektro-Auto. Dieser Zentraleinkauf kommt dem Mieter durch günstigen Strom und dem Vermieter durch höhere Kaltmiete zu Gute.

Bekannt wurde dieses Modell unter anderem durch die Arbeiten von Prof. Leukefeld und seinem Team, die entsprechende Pilotprojekte realisiert haben. Durch ein langjähriges, von der Bundesregierung gefördertes Monitoring sind die Vorteile inzwischen nachgewiesen. Ob dieses System sinnvoll integriert werden kann, hängt jedoch stark vom jeweiligen Standort, den rechtlichen Rahmenbedingungen und den klimatischen Gegebenheiten ab. Das Konzept versteht sich daher als optionale Struktur für das Stadtblick Zinshaus-Konzept. 

Visualisierung: Neubau Doppelhaus mit 4 Wohnungen
Visualisierung: Neubau Doppelhaus mit 4 Wohnungen

Steuern, Finanzierung und Gesamtkonzept

Ein wirtschaftlich tragfähiges Zinshaus entsteht nicht allein durch gute Planung und günstige Baukosten. Förderprogramme, Abschreibungsmöglichkeiten und Finanzierungsstruktur sind ebenso entscheidend. Insbesondere bei förderfähigen, nachhaltigen Gebäuden können zusätzliche steuerliche Abschreibungen einen spürbaren Einfluss auf die Rendite haben.

Deshalb wird jedes Projekt im engen Austausch mit unseren Steuerberatung und Finanzierungspartnern betrachtet. Ziel ist ein ganzheitliches Konzept, das Baukosten, Förderung, steuerliche Effekte und langfristige Ertragsstruktur miteinander verzahnt. Das Finanz-Engineering sollte von Beginn an stattfinden, weil dieses große Auswirkungen auf die Grundrissgestaltung hat.


Die Stadtblick Community

Unser Zinshaus-Konzept wird als lernendes System gedacht. Der Gedanke ist es, das Konzept im Sinne einer Co-Creation praxisnah weiterzuentwickeln. So entstand die Stadtblick Community – ein Erfahrungsaustausch-Netzwerk: Kunden, Interessenten und Profis können sich hier austauschen, Erfahrungen teilen und gemeinsam zur Weiterentwicklung des Prototyps beitragen. Das Konzept entsteht nicht isoliert am Schreibtisch, sondern im Dialog mit denjenigen, die investieren und langfristig Verantwortung übernehmen. 

Wer Teil dieser Community werden und aktiv an der Entwicklung eines nachhaltigen, wirtschaftlich tragfähigen Zinshauses mitwirken möchte, kann sich hier anmelden und direkt in den Austausch einsteigen. Treten Sie bei, gewinnen Sie Sicherheit für Ihr Projekt und gestalten Sie die Zukunft mit Ihrer Immobilien-Rente aktiv mit. 

Architekt und Bauökonom Stefan Scholz

Werden Sie Teil der Stadtblick Community!

Hier finden Sie Antworten auf Ihre ganz spezifischen Fragen zu Ihrem Mehrfamilienhaus-Neubau-Projekt. In Experten-Calls, Fachbeiträgen und der Community – Wir besprechen jeweils an den Herausforderungen der Mitglieder z.B. Baurecht, Baukosten und alle übrigen Bauherren-Themen im gemeinsamen monatlichen Zoom-Call. Lernen Sie Zinshaus-Bauherren aus Ihrer Region kennen und unterstützen Sie sich gegenseitig!

Zinshaus Club
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Fazit: Stadtblick Zinshaus-Konzept

Das Stadtblick Zinshaus-Konzept versteht sich nicht als kurzfristige Marktlösung, sondern als strategischen Ansatz für Ihre Immobilien-Rente. Es verbindet wirtschaftliche Klarheit mit architektonischem Anspruch, serielle Planung mit individueller Anpassungsfähigkeit und Nachhaltigkeit mit Förderfähigkeit. Es ist optimiert für Regionen ab 12,50 € / qm Kaltmiete.

Am Ende steht kein anonymes Systemhaus, sondern ein durchdachtes Mehrfamilienhaus, das Erträge erwirtschaftet, Werte sichert und zugleich einen architektonischen Beitrag leistet. Ein Gebäude, das nicht nur heute funktioniert, sondern auch morgen noch Bestand hat.